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Autor Thema: das Binnen-I  (Gelesen 1155 mal)

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eligi

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das Binnen-I
« am: 02. November 2014, 22:35:03 »

am Wochenende wurde in den OÖN kurz darüber berichtet, dass das Normungsinstitut Austrian Standards keine Empfehlung für oder gegen das Binnen-I abgeben wird
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Binnen-I-Keine-Empfehlung-dafuer-oder-dagegen;art385,1530834

und ich fragte mich dann, wie denkt man eigentlich in Deutschland darüber - die haben aber dort auch keine Lösung gefunden
http://ef-magazin.de/2014/04/17/5221-feminismus-bangen-um-das-binnen-i
http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/kampf-ums-binnen-i/


also mir gefällt es nicht - wenn ich nur für mich lese, dann kann ich es ja gedanklich ausblenden, aber wenn man jemandem vorliest, wie ist es dann auszusprechen?

wir Bookcrosser sind Leser (für mich beinhaltet dieser Begriff kein bestimmtes Geschlecht, sondern nur Personen, die lesen - egal ob weiblich oder männlich) - was meint ihr zu diesem Thema?
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Atheos

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Re: das Binnen-I
« Antwort #1 am: 03. November 2014, 09:27:30 »

Ich bin eher dafür, als dagegen, weil's mir einfach sauer aufstößt, dass Frauen nur mitgemeint sein sollen, aber ich lass mir deshalb auch keine grauen Haare wachsen und lass es weg, wenn's keinen Sinn macht, es vielleicht sogar lächerlich wirken könnte und so vielleicht kontraproduktiv wäre.

Beim Lesen hatte ich damit noch nie Probleme - habe mich aber dabei erwischt, dass ich die Sätze im Gedanken umformuliere :D

Nehme mir also die Zeit um aus

BookcrosserInnen und LeserInnen - Bookcrosser und Bookcrosserinnen, sowie Leser und Leserinnen zu machen ...

oder eben nur das zu lesen, was wirklich gemeint sein könnte.

Daraus kann man auch sehen, dass ich kein "Schnellleser" bin  ;D
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Das Leben war so einfach, bevor wir alle anfingen nachzulesen, wie wir es tun sollen.

Ben Wyld

fanferlieschen

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Re: das Binnen-I
« Antwort #2 am: 03. November 2014, 19:09:16 »

zitat eligi: "also mir gefällt es nicht - wenn ich nur für mich lese, dann kann ich es ja gedanklich ausblenden, aber wenn man jemandem vorliest, wie ist es dann auszusprechen?"
aussprechen würde ich es als weibliche form - jahrhunderte lang wurden frauen in texten ignoriert, es ist nicht schlimm, wenn das jetzt umgedreht wird.
ich bin fürs binnenI in manchen texten, nicht in der literatur
wichtig ist es in "offiziellen" texten: ich ärgere mich zum beispiel immer, wenn die "lehrer" erwähnt werden, im wissen, dass es im pflichtschulbereich 85% lehrerinnen gibt.
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pirx

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Re: das Binnen-I
« Antwort #3 am: 05. November 2014, 08:10:00 »

Ich stimme jedenfalls mit Atheos' Ansicht überein.

Zum BinnenI gibt es nach meiner Meinung zwei Zugänge:

Einerseits den feministischen Zugang um jedenfalls klar zu stellen dass es z. B. auch Maurerinnen und Bürgermeisterinnen gibt.

Andererseits wird wohl ein wesentlicher Antrieb zu dieser Erfindung gewesen sein dass man nach einer Abkürzung suchte, denn sowohl beim Schreiben als auch beim Vortragen ist die Nennung beider Geschlechter (was mir als korrekt erscheint) jedenfalls aufwändig.

Nun gibt es allerdings jede Menge an Abkürzugen die zwar allgemein gültig sein sollten, aber durch Passagen wie '... die OSZE, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa...' (Zitat aus Ö1) ad absurdum geführt werden.

Was sich also nicht durch flächendeckende Verwendung durchsetzt sollte m. E. nicht genormt werden.

Bei rechtlich relevanten Texten könnte ich mir eine Präambel wie z. B. 'Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt im Folgenden die gewählte Form für beide Geschlechter' vorstellen. Das schließt ja nicht aus dass im darauf folgenden Text ausschließlich weibliche Bezeichnungen gewählt werden

Alles Liebe

pirx
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RalfH

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Re: das Binnen-I
« Antwort #4 am: 15. September 2017, 19:26:44 »

Ich kann das Binnen-I nicht ab, weil Großbuchstaben mitten im Wort nichts zu suchen haben. Eine bessere Lösung habe ich aber auch nicht, also ertrage ich es.
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